Ausgabe 3-2015









Inhaltsverzeichnis

Editorial: Innovation ist international - und was macht Deutschland? - E. Kübel

Innovationspraxis:

  • Technologie und Erfinderpraxis - K. Bauch
  • Der Akku aus modifiziertem Kohlenstoff - K. Bauch
  • Virtual Product Clinics: Mit Nutzerbeiträgen Innovationen vorantreiben und Produkte gezielt entwickeln - Dr. H. van Deelen

Erfinderporträt: Swen Wagner - Erfinder des Rodelschlittens von der Waterkant

Aus der Praxis für die Praxis: Freie Energien und Perpetuum Mobile - A. Bujok

Akteure im Innovationswesen:

  • Vorschau iENA - Rahmenprogramm
  • iENA - Partnerland Polen - E. Kübel
  • iENA-Forum: Entwerfen und Gestalten von Produkten
  • Treibhaus der Ideen - Greenhouse of Ideas - E. Kübel
  • Artur-Fischer-Erfinderpreis 2015 - E. Kübel
  • Manugoo - H. König
  • Gründertreffpunkt Die Initiale ... - H. König

Gewerblicher Rechtsschutz: Nachwehen des Patentkriegs - S. B. Greier

Weiterbildung

  • Innovation 2015 - E. Kübel
  • Orte ... : Braun-Sammlung, Kronberg - E. Kübel
  • Vorschau EuroMold - E. Kübel

Aus den Verbänden

  • Vorstand der IFIA empfängt den Vorstand des DEV
  • Anfängerglück ... - H.-G. Torkel
  • Erfinderstammtisch Berlin - W. Federau

Eberhard Kübel - Chefredakteur INNOVATIONS-FORUM Foto: ©Steinbeis-Transferzentrum Infothek

Innovation ist international - und was macht Deutschland?

von Eberhard Kübel

Lange Jahre sprachen wir in Europa - wenn wir nach Erfindermessen gefragt wurden - über die iENA Nürnberg, den Erfindersalon in Genf und Eureka in Brüssel. Und wenn es auf die anderen Kontinente ging, gab es noch die INPEX in Pittsburgh (USA), die dieses Jahr zur 30. Erfindermesse einlud. In den letzten Jahren hat es aber hier eine breite Erweiterung des Spektrums gegeben.

Taiwan lädt ein nach Taipeh, Korea lädt ein nach Seoul, die VR China veranstaltet eine Erfindermesse, Malysia bittet nach Kuala Lumpur, Sinagpur plant eine eigene Innovationsmesse. Oman richtet eine Innovationsmesse aus in Muscat. Frankreich lädt nach Straßburg und Paris, Großbritannien lädt aktuell zur 15-Jahre-Jubiläum der British Invention Show & Awards und Polen veranstaltet eine Erfindungsausstellung in Kielce. Eins ist klar: Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Und fragt man, welche Messen sich das Thema Innovation auf die Fahne geschrieben haben: Es gibt eigentlich keine Industrie- oder Technik-Messe, die das nicht für sich in Anspruch nimmt. Die Quintessenz daraus heißt: Innovation ist gefragt! In vielen Ländern werden diese Aktivitäten vom Staat oder staatsnahen Organisationen gefördert. Denn Erfindungsförderung ist Wirtschaftsförderung. Es gibt eine Vielzahl von Beispielen, wie aus kleinen Ideen große Unternehmen entstanden sind. Leider ist diese Erkenntnis im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verloren gegangen. Das, was unabhängig von den herrschenden Parteien in den Jahren 1995 bis 2009 (in Form von INSTI/SIGNO angeregt durch das japanische Vorbild "Hatsumei Kyokai") an Unterstützung für freie Erfinder und Kleine und Mittelständische Unternehmen an Förderung rund um das Thema Erfindungen und Patente aufgebaut worden war, wird geopfert der „Innovationsförderung durch Normung” und formalistischen Argumenten „der Bundesrechnungshof fordert Rechtfertigung”. Das bisschen Erfinderberatung, welches in den letzten Jahren in Form der Erfinderfachauskünfte bei den dezentralen SIGNO-Partnern bestand, soll (nach den uns bekannten Entwürfen) durch eine Telefon-Hotline ersetzt werden. Förderanträge für die SIGNO-KMU-Patentaktion sollen zentral beim Projektträger in Berlin eingereicht werden! So führt man Schutzrechtsneulinge unter den KMU’s nicht an das Thema heran. Mein Fazit: Erfinder (ob „freie” oder die aus KMU’s) sind lästig, die muss man irgendwo abwimmeln. Mich erinnert der Umgang des Ministeriums mit den Erfindern an eine Anleitung zum Lesen von Arbeitszeugnissen, die ich in den 90er Jahren zugesandt bekam. Dort hieß es: „Hatte viele Verbesserungsvorschläge = Querulant”. Der Duden übersetzt das so: Zitat Anfang „jemand, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein [vermeintliches] Recht pocht“ Zitat Ende.

Alles das, was aufgegeben wurde bzw. zum Jahreswechsel aufgegeben werden soll, kostete einen jährlichen Betrag zwischen 5 und 10 Mio. EUR. Die Evaluierungen haben den Programmen INSTI/SIGNO immer eine hervorragende Wirksamkeit bei geringem Aufwand bescheinigt. Das Deutsche Patent- und Markenamt wies in 2013 einen Jahresüberschuss vom 72 Mio. EUR aus, in 2014 111 Mio. EUR. Wohin fließen diese Überschüsse? In den Bundeshaushalt. Es ist an der Zeit zu überlegen, ob hier nicht durch eine Umwidmung von Mitteln eine bessere Förderung des Erfindungswesens erreicht werden kann, so wie es uns andere Länder vormachen.

Erst einmal freuen wir uns aber, zahlreiche Erfinder aus innovationsfreudigen Ländern bei der Erfindermesse iENA in Nürnberg begrüßen und mit ihnen Erfahrungen austauschen zu können.

Karl Bauch Dipl.-Ing., 1.Vorsitzender DEV e.V. Foto: ©innofoek2012

Technologie und Erfinderpraxis

von Karl Bauch

Der heutige Beitrag beleuchtet neue Entwicklungen aus dem Bereich der Akkutechnologie.

Der Akku oder Akkumulator ist ein wieder aufladbarer Speicher für elektrische Energie auf Basis elektrochemischer Abläufe. Aufgrund seiner Stromabgabe nach vorherigem Laden wird der Akku auch häufig Sekundärzelle genannt. Im Gegensatz zur Primärzelle der Batterie, die aufgrund einmaliger elektrochemischer Reaktion ohne vorheriges Aufladen elektrische Energie abgibt.

Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere der Solar- und Windenergie, welche unregelmäßig und schon gar nicht zyklisch wie unser Energiebedarf zur Verfügung stehen, fordert mehr und mehr effektive und effiziente Energiespeicher. Der Trend nach mehr Flexibilität und Mobilität stellt zudem die Aufgabe möglichst mobile Energiespeicher zu entwickeln, die lange Lebensdauer haben, kurzfristig aufgeladen werden können, hohe Speicherkapazität haben und preiswert sind. Geringes Gewicht, große Sicherheit und geringe Umweltbelastung sind weitere wichtige Faktoren, die zu erfüllen sind. Deutlich wird der benannte Trend auch durch immer mehr Handwerkzeuge mit Akkubetrieb. Das fehlende Kabel erlaubt einfacheren und flexibleren Einsatz der Werkzeuge und spart die Handhabung von Kabeln und die Suche nach Steckdosen.

Bei den Akkus unterscheide ich nicht wie üblich nach der Art der Elektroden oder des Elektrolyten, sondern nach der Einsatzart, also nach stationärem und mobilem Einsatz.

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Der Akku aus modifiziertem Kohlenstoff

Akkumulator Baujahr 1970 - Bildquelle: ©Oliver Weber_pixelio.de

von Karl Bauch

Eine erste Entwicklung, die diese Aufgabe zu lösen versucht, stellt die Power Japan Plus mit der dualen Ryden-Kohle-Batterie vor.

„Power Japan Plus" ist ein Anbieter von Materialtechnik für eine neue Klasse von Kohlenstoff, die für die Ausgewogenheit der Wirtschaftlichkeit, Leistung und Nachhaltigkeit in einer Welt mit knappen Ressourcen steht“, so Dou Kani, CEO von Power Japan Plus.

Die Ryden-Batterie sorgt für ein Gleichgewicht diverser Verbraucheranforderungen, wie etwa Leistung, Kosten, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit, was bisher mit einfacher Batterie-Chemie nicht möglich war.

  • Hohe Leistung – hohe Energiedichte und 20-mal schnelleres Aufladen als Lithium-Ionen-Batterien. Sie ist außerdem leistungsfähiger als andere fortschrittliche Batterien und arbeitet in einem Spannungsbereich von über vier Volt.
  • Kostengünstig – kann direkt in existierende Fertigungsprozesse integriert werden und erfordert keine Veränderungen an bestehenden Produktionslinien. Insbesondere erlaubt die Batterie mit nur einem aktiven Stoff, nämlich Kohle, eine Konsolidierung der Lieferkette. Zudem unterliegt die Fertigung der Ryden-Batterie nicht dem Risiko von Lieferunterbrechungen oder Preisanstiegen bei seltenen Metallen, Metallen der seltenen Erden oder Schwermetallen.
  • Zuverlässig – mit mehr als 3.000 Lade/Entlade-Zyklen die erste hochleistungsfähige Batterie, die die von Verbrauchern erwartete Lebensdauer erfüllt.
  • Sicher – sicherste hochleistungsfähige chemische Zusammensetzung einer Batterie, die jemals entwickelt wurde. Die Ryden-Batterie eliminiert instabiles aktives Material, das in anderen Hochleistungsbatterien verwendet wird und reduziert somit erheblich Feuer- und Explosionsgefahren. Insbesondere durchläuft die Batterie minimale Temperaturschwankungen während des Betriebs, wodurch die Gefahr einer thermischen Instabilität eliminiert wird. Nicht zuletzt kann die Ryden-Batterie zu 100 Prozent aufgeladen und entladen werden, ohne dass die Batterie beschädigt wird.

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Sven Wagner auf seinem "coolen Schlitten" - Bildquelle: ©Georg Haupt

Erfinderporträt

Sven Wagner ... Erfinder des Rodelschlittens von der Waterkant

von Andrè Bujok

Wie bei einem großen Teil der freien Erfinder, trifft auch auf Sven Wagner sicher die Behauptung zu, dass es ihn nicht unbedingt auf die große Bühne zieht. Er ist eher der Typ des sympathischen Kumpels, der im Zweifel lieber andere sprechen lässt und zuhört. Dabei sind seine Geschichten sehr interessant, und seine Fragen überlegt und zielgerichtet.

Ich bemühe mal ein Klischee und sage: „Typisch norddeutsch eben".

Die Erfindung des gelernten Betriebsschlossers und ehemaligen Berufsfeuerwehrmanns ist es indes überhaupt nicht. Von einem Flachlandbewohner würde man nicht unbedingt einen schnittigen Rodelschlitten erwarten. Aber wie so oft im Leben kommt eben vieles anders, als man es erwarten würde.

Ebenso ungewöhnlich war der Anlass für die Entwicklung. Nicht ein Problem war Vater des Gedanken, sondern der Wunsch in einem geplanten Winterurlaub ein tolles Rodelerlebnis zu haben.

Sven Wagner sagt: „Ich habe das immer so gemacht: Wenn ich etwas haben wollte, dass es nicht zu kaufen gab, habe ich es einfach selbst gebaut!"

Und er brauchte gar nicht lange, um einen ersten Prototypen zu bauen, mit dem er und seine Freundin in den Urlaub fuhren.

Schon bei den ersten ernsthaften Probefahrten im Winterurlaub war Aufsehen die Folge. Skifahrer und Familien umstanden Sven und sein Gefährt und fragten, wo man einen solchen Schlitten kaufen könnte. Was für ein vielversprechender Start! Freunde bestärkten ihn, das Projekt ernsthafter zu verfolgen, Geld damit zu verdienen. So tat er das, was viele Erfinder vor ihm schon taten. Er ging zu einem Patentanwalt und bekam auch seine Schutzrechte. Doch was jetzt?

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Freie Energie und Perpetuum Mobile

von Andrè Bujok

Für uns Sektionsleiter des DEV gibt es Dinge, die sich beständig wiederholen, trotz der riesigen Vielfalt an Erfindern und Ideen. Am häufigsten ist es der Traum von sich selbst vermehrender Energie - dem Perpetuum Mobile.

Die Definition des Perpetuum Mobile ist die folgende:

Ein Gerät, welches sich nach Inbetriebnahme (Anschwung) selbstständig mit der notwendigen Energie versorgt, um endlos weiter zu laufen. Also keine Steckdose, keine Batterie, keine Kurbel, die zwischendurch noch mal Schub geben. Aber wozu das alles? Welchen Sinn hat eine Konstruktion, die nur in Bewegung bleiben soll?

Die Anhänger der sog. „freien Energie" glauben an Kräfte in unserer Welt, die bisher verborgen sind und auf ihre Entdeckung warten. Sie glauben, diese Kräfte auch schon vor der Beweisführung nutzen zu können und erfinden immer neue Geräte, mit denen schon in wenigen Jahren kostenloser Strom für die Weltbevölkerung produziert werden könnte. Ich will diesen Glauben gar nicht schlecht machen, denn sicher gibt es noch Vieles, das wir nicht kennen oder wissen. Aber unabhängig von diesen Glaubensfragen oder großen Hoffnungen auf kostenlose Energie, bleibt das Problem für Helfer wie den DEV oder auch für Investoren, immer das gleiche: Ohne BEWEISE geht es nicht weiter!

Erfindern von Perpetuum Mobiles habe ich einen Spitznamen gegeben. Ich nenne sie „PeMoT", was für „Perpetuum Mobile Tüftler" steht. Nicht um mich über sie lustig zu machen, sondern weil sie eine besondere Gruppe darstellen, die besondere Schwierigkeiten hat.  Eine dieser Schwierigkeiten ist die Neigung, die Widerstände beim Erfolg irgendwelchen geheimen politischen oder wirtschaftlichen Kräften anzulasten, anstatt zu verstehen, dass sie einfach nur den Beweis schuldig bleiben.

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Polen – Partner der iENA 2015

Partnerlandes der IENA 2015 ist Polen. Auf einer speziellen Ausstellung werden sowohl Lösungen und Erfindungen vorgestellt, die auf der Messe ihre Premiere haben, als auch solche, die bereits internationale Erfolge vorzuweisen haben.

Unter anderem werden Exponate aus der Autoindustrie, der Kosmetikbranche, der Synthesechemie als auch Designprojekte, die mit einem reddot design award ausgezeichnet wurden, zu sehen sein.

Ebenfalls vorgestellt auf dem polnischen Stand werden die Arbeiten der Sieger des Wettbewerbs „Studenten als Erfinder“.

Die iENA ist seit Jahren ein fester Posten im Messekalender der polnischen Forscher und Entwickler. Im vergangenen Jahr waren bereits 27 Aussteller aus Polen beteiligt.

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„Erfinden, Gestalten, Entwerfen - aus der Perspektive der Technik und des Designs“

Dies sind die ersten wichtigen Schritte, um an eine Erfindung zu kommen, die Aussichten auf Realisierung hat. Es sind die Schritte, die erforderlich sind, um Interessenten ein vorzeigbares Produkt zu präsentieren, das anspricht und nicht abschreckt.

Die Referenten:

Prof. Anne Bergner vertritt seit 2009 an der Hochschule Coburg in der Fakultät für Design die Themen Grundlagen des Gestaltens, Designtheorie und Digitales Darstellen + Kommunikation. Ihre praktischen Erfahrungen als Grundlage für die Ausbildung der Studenten sammelte die gelernte Goldschmiedin bei Siemens Design und Messe  GmbH, designafairs GmbH und Gaggenau Hausgeräte GmbH. Seit 2002 ist sie auch als selbständige Designerin und Designberaterin in München tätig (www.annebergner.de) und ab 2009 ist sie am Projekt „better ideas" - Frühphase von Produktentwicklungen, Innovationskultur (www.better-ideas.net) beteiligt.


Prof. Kai Hiltmann vertritt an der Hochschule Coburg in der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik die Lehr- und Forschungsgebiete Konstruktion, Produktinnovation und Problemlösung. Der gelernte Feinmechaniker studierte Maschinenbau an der Universität Stuttgart, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mikro- und Informationstechnik in Villingen-Schwenningen, HSG-IMIT. Dort befasste er sich mit verschiedenen Themen der Mikromechanik und -Fluidik und promovierte über Schaltelemente in Silizium-Mikromechanik. Im Jahr 2009 übernahm er das Lehrgebiet „Konstruktion und Produktinnovation“ von Prof. Dr. H. J. Linde an der Hochschule Coburg. Seine Schwerpunkte sind die systematische Konstruktion und Problemlösung, speziell mit TRIZ.

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Erfolgreiche Erfinder auf der PSI-Messe:
Unsere Kooperation mit PSI und IENA wird fortgesetzt

PSI-Messe Impression 2015 - Foto: ©innofoek2015

von Eberhard Kübel

Im vierten Jahr zeigt die PSI im Rahmen der iENA, wie Erfinder Werbeartikel-Erfindungen erfolgreich vermarkten können. Erfinder sollten dabei sehen, dass die Werbeartikelindustrie stets händeringend nach neuen und pfiffigen Produkten sucht. Wichtig dabei ist es, zu erkennen, dass das Spektrum der Werbeartikel breit gestreut ist. Es geht nicht nur um die klassischen Artikel wie Kugelschreiber, Taschenmesser, Trinkgefäße, USB-Sticks (ja, auch die haben sich innerhalb weniger Jahre zu einem klassischen Werbeartikel entwickelt) oder T-Shirts und Regenschirme. Nein, auch pfiffige Nussknacker, Büroklammerbehälter, Liegestühle, Fischertechnik, Legosteine, Schuhlöffel oder Kunstfiguren werden als Werbeartikel genutzt. Selbst von Künstlern gestaltete Plastiken oder abstrakte Objekte werden in der Werbeartikelindustrie gehandelt.

Zum Auftakt des Rahmenprogramms auf der iENA Bühne am Donnerstag, 29. Oktober 2015 um 13.30 Uhr präsentiert PSI-Geschäftsführer Michael Freter die PSI Produktpatenschaft. Danach stehen die Mitarbeiter der PSI zum Gespräch bereit.

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Artur Fischer Erfinderpreis 2015 verliehen

Die 17. „Leitveranstaltung für Innovationsmanagement", am 3./4. November 2015 in München, veranstaltet wie jedes Jahr von Management-Circle, Eschborn, kann natürlich auch nicht an der Digitalisierung als einem bestimmenden Element technischer Entwicklung vorbei gehen. 

Abschied vom linearen Denken – wie lässt sich der Creativ Spin in Unternehmen erzeugen? Dies fragt der Konferenzleiter Prof. Oliver Gassmann vom Institut für Technologiemanagement, Universität St. Gallen.

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Orte, die ein Erfinder gesehen haben sollte:
Ein Besuch in der Braun-Sammlung Kronberg

von Eberhard Kübel

Impressionen Braun-Sammlung - Foto: ©innofoek2015

Was verbinden wir nicht alles mit dem Namen Braun? Rasierapparate, Fotoapparate, Kaffeemaschinen, Medizinprodukte, HiFi-Technik., usw.. Es kann eine schier endlose Liste werden. Doch dahinter verbergen sich verschiedene Unternehmen. Hier geht es um das Unternehmen Braun, das 1921 in Frankfurt gegründet wurde und später nach Kronberg umgezogen ist. Auch deren Produktspektrum alleine ist in den über 90 Jahren Unternehmensgeschichte so umfangreich geworden, dass sie bequem eine eigene Sammlung füllen.

Anfang der 50er Jahre begann das, was als Braun-Design bekannt ist. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das heute noch aktuelle Braun-Logo gestaltet und als internationale Markenanmeldung geschützt:

Fast 1.000 Exponate illustrieren die Entwicklung des Braun Designs und der innovativen Braun Produkte von den Anfängen bis heute. In der Ausstellung werden alle unterschiedlichen Produktkategorien berücksichtigt: Vom ersten Braun Radio über den weltberühmten Plattenspieler SK4 mit dem Spitznamen „Schneewittchensarg", bis hin zu den neusten Produkten, wie z. B. dem Testsieger unter den Trockenrasierern bei Stiftung Warentest, dem Braun Serie 7.

Die gezeigten Produkte repräsentieren nicht nur weit über 50 Jahre Firmenhistorie, sondern auch Meilensteine der Designgeschichte und technischer Innovationen. Gerade angesichts des 50-jährigen Braun Design Jubiläums 2005 kam man schnell überein, Mittel und Wege zu prüfen, wie man die Sammlung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen könnte. Ergebnis war die „Braun-Sammlung" im WesterbachCenter, Westerbachstraße 23c in 61476 Kronberg.

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manugoo.de, ein Startup das mit Crowdsourcing innovative Produktentwicklung fördert

Janosch Gößling (l.) und Florian Meise (r.) - Bildquelle: ©manugoo

von Helga König

Viele kluge Köpfe können innovativer sein als ein paar wenige. Das haben die beiden Jungunternehmer Florian Meise und Janosch Gößling erkannt und das Startup manugoo in Solingen gegründet.

manugoo ist Hersteller für gemeinsam entwickelte Konsumgüter. Auf der sogenannten Crowdsourcing-Onlineplattform www.manugoo.de werden Produkte durch den Einfluss der breiten Masse entwickelt, anschließend - bei positiver Rückmeldung der Online-Community - von manugoo hergestellt, vermarktet und vertrieben.

Auf der Plattform hat jeder die Möglichkeit, sich aktiv am Produktentwicklungsprozess zu beteiligen. Der Crowdsourcing-Prozess ist für die Nutzerinnen und Nutzer in drei Bereiche aufgeteilt: Es können durch ein potentielles Produkt lösbare Alltagsprobleme geteilt, Produktideen vorgeschlagen und Meinungen abgegeben werden.

Gemeinsam entwickeln

Die Crowd (Menge = Community) löst die geteilten Probleme durch Produktideen, stimmt über die einzelnen Ideen und die darauf folgenden Entwicklungsschritte (z. B. Funktionen, Formen, Farbe, Material, Name, Preis) ab, übernimmt Recherche-Aufgaben, reicht erweiternde Konzepte ein und entscheidet letztendlich, welches fertig entwickelte Produkt produziert und verkauft werden soll. Für die Einbringung von Problemen, Ideen oder Meinungen in erfolgreiche Produktumsetzungen, gibt es ein angemessenes Entlohnungssystem, sodass jeder Teilnehmer am Umsatz beteiligt wird.

So freuen sich nun 150 Community Mitglieder, dass sie sich an der Problemeinreichung und anschließenden Produktentwicklung zur Vermeidung von verknoteten Kopfhörerkabeln und der daraus resultierenden „RollMeUp - Kopfhöreraufwicklung” beteiligt haben. Das erste so entwickelte Produkt ist seit wenigen Wochen auf den Markt und wird bereits erfolgreich verkauft.

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Nachwehen des Patentkriegs

Bildquelle: ©Greier privat

von Rechtsanwalt Sascha Bjørn Greier

BGH kippt auf Antrag von Motorola das Apple-Patent zur Entsperrung eines Touchscreens. Die grafisch unterstützte Wischbewegung erhöht lediglich den Bedienkomfort. RA Greier erläutert die Zusammenhänge

Der Bundesgerichtshof erklärt ein Patent von Apple zur Entsperrung eines Touchscreens für nichtig (25.08.2015 ,BGH X ZR 110/13). Das Patent wurde von Motorola und ursprünglich auch von Samsung mit einer Patentnichtigkeitsklage angegriffen.

Hintergrund sind die Nachwirkungen eines seit Jahren andauernden Patentkriegs zwischen Apple und Google. Im Jahr 2011 fühlte sich Apple durch das Betriebssystem Android von Google derartig unter Druck gesetzt, dass zum Angriff übergegangen wurde. Hierbei stürzte sich Apple vor allem auch auf die Geräteanbieter die das Android Betriebssystem nutzen. Diese wehrten sich dann ihrerseits mit Gegenangriffen, wie der hiesigen Nichtigkeitsklage.

Unstreitig war es schon vorher üblich, mobile Geräte gegen eine unasichtliche Funktionsauslösung durch zufälligen Berührungskontakt zeitweise zu sperren und durch Berührung bestimmter Bildschirmbereiche in einer vorgegebenen Reihenfolge wieder zu entsperren. Die Mitmenschen mit dickeren Fingern, werden sich besonders erinnern.

Die Lösung von Apple sah dann so aus, dass das Entsperren dadurch benutzerfreundlicher gestaltet wurde, dass der Nutzer zum Entsperren des Geräts eine Fingerbewegung (Wischbewegung) auf der Berühroberfläche ausführt. Zudem wird dem Nutzer eine Grafik angezeigt, wie sich die Wischbewegung zu vollziehen hat.

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Geschäftsideen zünden und weiterentwickeln Gründertreffpunkt DIE INITIALE startet zum dritten Mal

Bildquelle: ©Westfalenhallen Dortmund GmbH

von Helga König

DIE INITIALE - 20. und 21. November 2015 in der Messe Westfalenhallen Dortmund - ist die führende Plattform in NRW für den Themenkomplex „Starten. Gründen. Wachsen.“

„DIE INITIALE setzt auf individuelle Beratung, Weiterbildung und eine optimale Vernetzung. Außerdem fördert die Messe den Diskurs zu den wichtigsten Branchentrends. Hierbei werden wir von starken Partnern unterstützt“, sagt Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH.

Mit an Bord sind lokale Partner wie die Wirtschaftsförderung Dortmund mit dem Gründungswettbewerb „start2grow“, das TechnologieZentrumDortmund (TZDO), die Gründungsinitiative tu>startup und die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund  sowie weitere leistungsstarke Partner wie das Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND), die Gründerwoche Deutschland, der Verein pro Ruhrgebiet und das Gründer- und Unternehmerzentrum .garage.

Was die Dortmunder Gründermesse einzigartig macht, weiß Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund: „Der Gründer bekommt hier hinsichtlich seiner Fragen passgenau zugeschnittene Antworten. Das ist in der Messelandschaft der Gründerszene einzigartig.“

Marktchancen testen – It’s my Business-Pitch

Hat meine Gründungsidee Potenzial und kann sich mein Unternehmen langfristig erfolgreich am Markt positionieren? Konstruktives Feedback auf ebensolche Fragen erhalten Jungunternehmer und solche, die es werden wollen, von der fachkundigen Expertenjury innerhalb des „It’s my Business Pitch“. Das Feedback-Forum für Geschäftsideen, das anlässlich der Gründermesse DIE INITIALE durchgeführt wird, ermöglicht Jungunternehmern ihr geschäftliches Vorhaben von Experten auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Außerdem können die Teilnehmer das eigene Startup auf diese Weise bekannter machen.

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Dr. Heinz van Deelen

Bildquelle: ©Consline AG

Virtual Product Clinics: Mit Nutzerbeiträgen Innovationen vorantreiben und Produkte gezielt entwickeln

Customer Voice Monitoring lässt konkrete Kundenbedürfnisse, Verbesserungspotentiale und Trends erkennen

Voraussetzung für ein gelungenes Produktkonzept ist ein möglichst vollständiges Verständnis dessen, was die Kunden aktuell bewegt und was – gerade in Hinblick auf neue Produkte, Technologien und deren Anwendungen – ihre Wünsche und Bedürfnisse sind. Bisher versuchen Autohersteller mit Befragungen oder Product Clinics Kundenwünsche besser zu verstehen. Oft sind Teilnehmer mit echten Produkterfahrungen jedoch nur schwer zu gewinnen, Clinics werden zudem häufig mit Probanden unter inszenierten Bedingungen durchgeführt. So entstehen jedoch Markt- beziehungsweise Kundendaten oft nur unter „Was-wäre-wenn“-Bedingungen. Dabei sind echte Kundenerfahrungen und -wünsche bereits vorhanden und warten nur darauf, ausgewertet zu werden. Schließlich äußern sich Autofahrer im Internet detailliert zu Stärken und Schwächen bestehender sowie zu Wünschen bezüglich neuer Fahrzeuge und Features. Dieses Potential hat die auf Customer Voice Monitoring spezialisierte Consline AG erschlossen: Mit Virtual Product Clinics unterstützt das Münchner Unternehmen Fahrzeughersteller und -zulieferer bei zielgenauen Entwicklungen und Innovationen.

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Vorstand der IFIA empfängt den Vorstand des DEV

von Hans-Georg Torkel

IFIA Präsident Aliresa Rastegar (Bildmitte) mit seinem Iranischen Team. - Quelle: IFIA

 Das neue Team des internationalen Erfinderverbandes (IFIA) sucht das Gespräch zum Vorstand des Deutschen Erfinderverbandes (DEV) auf der internationalen Erfindermesse 2015 in Genf. Es war ein Antrittsbesuch und Empfang zugleich.

Ende 2014 wurde in China der neue IFIA Präsident Alireza Rastegar aus dem Iran als Nachfolger von Dr. Andras Vedresch gewählt. Der DEV dankt Herrn Dr. Vedresch für seine geleistete Arbeit. 

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Großes Anfängerglück, gleich beim ersten Mal entdeckt zu werden.

von Hans-Georg Torkel

Jörg Baumgartner - Erfinder aus Frankreich - erhielt auf der internationalen Erfindermesse in Genf den „Großen Preis des Deutschen Erfinderverbandes 2015“.

Anita Torkel fühlte sich von der einfachen Idee für die alltägliche Hausarbeit angesprochen. Der Erfinder nimmt zwei vorhandene Gummibälle und stattet diese mit jeweils einer kleinen Metallkugel aus. So entsteht ein zusätzlicher Wascheffekt  in einer Wäschetrommel.

Die Ingenieure Hans-Georg Torkel und Joachim Bader, jeweils stellvertretende Vorsitzende im Deutschen Erfinderverband, waren von der Einfachheit der Idee und der kostengünstigen Umsetzung beeindruckt.

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Foto: ©Wolfgang Federau

Erfinderstammtisch Berlin

von Wolfgang Federau

Der Erfinderstammtisch Berlin-Brandenburg veranstaltete am 22. August 2015 sein jährliches Sommertreffen wie schon in den Vorjahren auf der Berliner Havel-Insel „Kleiner Wall" - genannt „Liebesinsel".

Wie immer, war das Treffen auch diesmal Ziel vieler Erfinder, Kreativer und anderer Interessierter aus diesem Umfeld. Vielleicht lockte dabei auch - augenzwinkernd betrachtet - der Beiname „Liebesinsel" verhältnismäßig viele Frauen an.

Auch der Wettergott meinte es gut mit uns und schickte herrliches Sommerwetter mit einer leichten Brise. So  wurden in entspannter Atmosphäre unter den Schatten spendenden Bäumen viele neue Kontakte geknüpft, erfinderspezifische Probleme erörtert, neue Ideen geboren,  Kooperationen gebildet, und auch einfach nur locker geplaudert.

Zu handgemachter Live-Musik sorgte, wie gewohnt liebevoll, die kleine Insel-Gastronomie „Haihappen“ mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, Kaltgetränken, Bier und Gegrilltem für das leibliche Wohl.

Und unser Fährmann brachte selbst ängstliche Gemüter sicher auf die Insel und später zum Festland zurück. Am Ende waren sich alle einig: Wir kommen nächstes Jahr wieder!

Der Erfinderstammtisch Berlin bedankt sich an dieser Stelle für das rege Interesse an seiner Veranstaltung. Erfolg kommt jedoch nicht von alleine. Deshalb gilt ein besonderer Dank allen tatkräftigen Helfern für ihren Einsatz!

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Euromold mit umfangreichem Konferenzprogramm

von Eberhard Kübel

Der Auftritt der 3D-Druck-Branche auf der Euromold 2015 vom 22. bis 25. September in Düsseldorf komplettiert sich. Über 420 Aussteller haben den Umzug von Frankfurt nach Düsseldorf mit gemacht oder sind neu hinzu gestoßen. Für die Eröffnungsfeier der Messe hat der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, seine Zusage gegeben. Das Zusammenspiel zwischen Software und 3D-Druckern wird einer der Schwerpunkte der kommenden Euromold sein. Sowohl die Messebesucher als auch die Teilnehmer der begleitenden 3D-Druck-Konferenz werden viel Neues über die Zukunft dieser Symbiose erfahren und darüber, wie erst damit die 3D-Drucker ihr oft beschworenes Potenzial bezüglich Kosten- und Gewichtseinsparungen voll ausschöpfen werden. Ebenso wird erst die perfekte Unterstützung durch Software Bauteile und Baugruppen produzierbar machen, an deren schnelle und effiziente Fertigung gestern noch niemand zu denken wagte.

Fester Bestandteil der EuroMold ist die jährliche Internationale Wohlers Konferenz. „Global Visions of the Future” ist dieses Jahr am Mittwoch, 23. September das Thema. Beleuchtet wird das Thema von Referenten aus  der VR China, Japan, Korea, Indien, Tasmanien, Südafrika und den USA. Terry Wohlers selbst befasst sich zum Abschluss des Konferenztages mit der „Zukunft der Additiven Fertigung weltweit”.

Ein Thema, dem sich die Macher der Euromold in diesem Jahr besonders verschrieben haben, ist die Praxis der additiven Fertigung im Bereich der Medizintechnik. Resultat ist unter anderem eine Session am Donnerstag, 24. September 2015, mit zahlreichen Vorträgen zum medizinischen Einsatz des 3D-Drucks. Highlight ist die Keynote von Professor Jules Poukens, Kieferchirurg aus Belgien (Universität Hasselt/Leuven) und Pionier beim Einsatz von Implantaten aus dem 3D-Drucker: Medical Additive Manufacturing:

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