Ausgabe 2018-3

     

    Titelthemen

    • Erfinder brauchen Messen! - E. Kübel
    • Patente!  Nein Danke? - Bruno Gruber
    • Hack & Make begleitet die Erfindermesse iENA 2018
    • 5. Mitteldeutsches Forum 3D-Druck in der Anwendung - E. Kübel


    Editorial

    • Erfinder brauchen Messen! - E. Kübel
    • Making Innovation: Additive Fertigung
    • 5. Mitteldeutsches Forum 3D-Druck in der Anwendung - E. Kübel

    Akteure im Innovationswesen

    • iENA 2018 - 70 Jahre jung
    • Hack & Make begleitet die Erfindermesse iENA
    • Rahmenprogramm iENA 2018 1. – 4. November 2018
    • women&work Erfinderinnenpreis - H. König
    • Taipei Innotech Expo 2018 - E. Kübel
    • „Marketing Innovations“ zeigt Trends für 2019
    • Nachhaltig erfolgreich: Die Gewinner der PSI Sustainability Awards 2018
    • Als Start-up auf der Spielwarenmesse durchstarten

    Nachrichten aus dem DEV e.V.

    • DEV-Sektion Berlin: Sommertreffen 2018 auf der Liebesinsel - W. Federau
    • Ankündigung: Mitgliederversammlung DEV
    • Ankündigung: Mitgliederversammlung DER
    • DEV-Sektionstermine
    • Patente! Nein Danke? - B. Gruber

    Making Innovation: Technologische Trends

    • Deutsche Hochschule gewinnt 2018 den Europameistertitel im H2-„Shell Eco-marathon“ - ThaiGer Racing Team
    • KI an der Schnittstelle von Mensch u. Maschine - B. Woehrle
    • Gamescom 2018 Köln – Willkommen in Virtual City - D. König

    Aus den Verbänden

    • Welt im Umbruch: Erfindergeist und ethisch nachhaltige Innovationen-W. Heidrich, A. Kantner

    Rätsel

    • Rätsel - mindDo, Detlev Charly Braun

    Buchbesprechung

    • „Datenschutz-Grundverordnung: DS-GVO“  - Ehmann / Selmayr
    • „Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen “ -  Bechtold / Bosch
    • „Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) “ - Gola
    • „Patentrecht“ - Maximilian Haedicke

    ... zu guter letzt

    • Cartoon - Peter Strunk
    • Impressum


    Editorial: Erfinder brauchen Messen! - E. Kübel

    70 Jahre iENA - ein stolzes Alter für eine Veranstaltung im Erfindungswesen. Möglich ist das nur durch das persönliche Engagement der Familie Könicke, die durch die Kombination mit der Verbrauchermesse Consumenta eine Form gefunden hat, die das Format tragfähig macht. Betrachtet man es aus heutiger Sicht, so hat Helmuth  Könicke bei der Gründung erheblichen Weitblick besessen. Und es ist wunderbar für die Erfinder, dass seine Nachfahren diese Nähe zu den Erfindern, die bisweilen im Umgang nicht leicht sind, übernommen haben!
    Auch die zweite große Erfindermesse in Europa, der Erfindersalon in Genf, beruht auf einer privaten Initiative: Gegründet von Jean-Luc Vincent. Noch heute steht der Gründer im Hintergrund der Messe zu Gesprächen bereit. Die Messe hat ein Problem, wie es auch in Nürnberg existiert: die geringe Beteiligung einheimischer Aussteller. In 2015 wehte nach Berichten über die Messe unter mehr als 750 Ausstellern nur an 12 Ständen die Schweizer Fahne.
    Die INPEX, Amerikas größte Erfindermesse, feiert dieses Jahr ihren 33. Geburtstag. Hier teilte die Messe 2015 mit, dass die Aussteller aus mehr als 20 Ländern kamen. Da kann die alte Welt also doch erheblich mehr - dafür sind in Europa aber die Länder auch kleiner!
    Die Ausstellerstruktur in Taipeh hat sich nach meinen Beobachtungen gegenüber meinem letzten Besuch 2016 verändert. Die Zahl der Universitäten (im wissenschaftlichen Sinn) scheint kleiner geworden zu sein. Damit rücken die allgemeinen Schulen und Fachschulen mehr in den Vordergrund und bei ihnen spielt die Neuheit der entwickelten Produkte kaum eine Rolle. Die Motivation der Schüler, Ideen auszugestalten (und dann eventuell ein Gebrauchsmuster eintragen zu lassen) steht im Vordergrund der Messebeteiligung.
    Auf der iENA gab es dieses Qualitätsproblem mit den INSTI-/SIGNO-Erfinderclubs. Bei ihnen konnte das Problem mangelnder Erfindungshöhe dadurch gelöst werden, dass Voraussetzung für die Ausstellung auf dem (geförderten) Messestand eine professionelle Recherche im Vorfeld war. Ohne einen solchen Rahmen fehlt ein Instrument, um die Qualität zu sichern. Und die Messeveranstalter haben hier kein Instrument, um die Spreu der nicht neuen Erfindungen vom Korn der tatsächlich neuen Erfindungen zu trennen.
    Die Erfinder müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass im Durchschnitt je nach Branche nur 5 – 10% der Erfindungen auf den Markt kommen. Mit der Aussage „da habe ich keinen Abschluss bekommen, da stelle ich nicht wieder aus“ berauben sie sich selbst guter Kontaktmöglichkeiten. Denn auch im Zeitalter der Digitalisierung geht für die Verwertung einer Erfindung nichts über den persönlichen Kontakt mit Interessenten. Zu schnell wird beim digitalen Blick auf eine Entwicklung der Erfindungskern übersehen mit dem Satz “das habe ich doch vor 10 Jahren schon gesehen“.
    Darum: Die Erfindermesse, die sich selbst immer wieder weiterentwickelt (wie beispielsweise die iENA) ist eine wichtige Kommunikationsplattform für Erfinder und Interessenten.

    • Eberhard Kübel

     


    5. Mitteldeutsches Forum 3D-Druck in der Anwendung

    Am 5. September 2018 veranstaltete Protonet, das Netzwerk Thüringer Prototyper, das "5. Mitteldeutsches Forum 3D-Druck in der Anwendung" in Jena in den Räumen der Ernst-Abbee-Hochschule.

    Ca. 100 Teilnehmer trafen sich am 5. September 2018 in der Ernst-Abbee-Hochsule Jena zum “5. Mitteldeutsches Forum 3D-Druck in der Anwendung” Träger der Veranstaltung war Protonet, das Netzwerk Thüringer Prototyper.
    Die politische Einordnung der Arbeit des Netzwerkes nahm Thomas Müller, Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft vor. Er ist im Ministerium fachlich verantwortlich für die Thüringer Innovationsstrategie.
    Auch wenn nach seinen Worten 3D-Druck-Technologien die klassische Fertigung nicht ersetzen werden, so sieht er den 3D-Druck in einer Schlüsselstellung für die durchgehende Digitalisierung von Fertigungsprozessen. Welche Bedeutung die Regierung in Thüringen den 3D-Drucktechnologien beimisst, kann man an zwei Zusagen sehen. Zum einen werden die Preisgelder für den im Rahmen der Messe RapiTech vergebenen 3D Pioneers Challenge (Info unter www.3dpc.io) angehoben. Zum anderen bot er dem Netzwerk den Aufbau einer Landesgeschäftsstelle (gefördert aus ERP-Mitteln) an, damit das Netzwerk seine Arbeit zur Verbesserung des Eingangs der 3D-Technologien in die Produktionsprozesse der kleinen und mittelständischen Unternehmen verstärken kann. In diesem Zusammenhang verwies er u.a. auf das BMBF-Förderprogramm “Industrie 4.0", das u.a. die Möglichkeit bietet, für den Aufbau von Testumgebungen Zuschüsse zu erhalten.
    Keynode: Rechtliche Rahmenbedingungen des 3D-Druckes
    Im Rahmen einer Keynote referierte Rechtsanwalt Christian Kusulis von der Kanzlei Graf von Westphalen in Frankfurt über “Rechtliche Rahmenbedingungen des 3D-Druckes”. ...

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    Deutsche Hochschule gewinnt 2018 den Europameistertitel im H2-„Shell Eco-marathon“

    Vom 5.-7. Juli 2018 fand in London der "Shell Eco-marathon" - der Wettkampf der am wenigsten Energie verbrauchenden Kraftfahrzeuge der Welt - statt.

    Auch in diesem Jahr ließ sich eine außergewöhnliche deutsche Erfolgsgeschichte fortsetzen: Das Team ThaiGer-H2-Racing der Hochschule Stralsund, www.hochschule-stralsund.de, sicherte sich wiederholt den ersten Platz im Rahmen des „Shell Eco-marathon Europe“.
    Beeindruckende Leistung
    Die mit der von „balticFuelCells GmbH“, einem innovativen Hochtechnologie-Unternehmen der Brennstoffzellen-Industrie aus Schwerin, entwickelten H2-Brennstoffzelle erzielte Reichweite von mehr als 880 Kilometern pro Kubikmeter Wasserstoff ließ bereits 2017 das Team als Sieger in der Kategorie „Prototype“ jubeln. Der Europameistertitel war den Stralsunder Studierenden mit dieser Reichweite, welche ca. 2600 km mit dem Energiegehalt von nur einem Liter Super Benzin bedeutet, dann auch 2018 sicher.
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    Ein Fest für Erfinder, Maker und Existenzgründer: Hack & Make begleitet die Erfindermesse iENA

    Erfinder aus der ganzen Welt präsentieren jedes Jahr auf der iENA Nürnberg ihre Ideen, Erfindungen und Neuheiten aus verschiedensten Lebensbereichen. Ein hochkarätiges Rahmenprogramm sowie Kontakte zu wichtigen Partnern, Investoren und Unternehmen sowie  Informationen für Erfinder vervollständigen das Angebot der Erfindermesse vom 1. bis zum 4. November . Erstmals wird die iENA 2018 am 3. und 4. November von dem Festival „Hack & Make“ begleitet, das sich an Maker, Hacker und Kreative richtet.

    Die iENA ist seit 70 Jahren die Plattform für das Erfinderwesen. Jedes Jahr werden rund 800 Erfindungen aus über 30 Ländern in Nürnberg vorgestellt. Nach dem Motto „die Welt von morgen bereits heute entdecken“ können die Besucher der iENA spannende Erfindungen erleben. Zahlreiche Produkte, die aus dem heutigen Alltag kaum wegzudenken sind, wie der Rollenkoffer, die Isolations-Rettungsdecke und Schwimmflügel, nahmen auf der iENA ihren Anfang aber auch zahlreiche wissenschaftliche Entwicklungen für Medizin und Industrie wurden erstmals in Nürnberg der Öffentlichkeit präsentiert.

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    women&work Erfinderinnenpreis wird zum  2. Mal auf der iENA am 1. November verliehen

     

    Melanie Vogel, Initiatorin der women&work und des Erfinderinnenpreises: „Nach dem fulminanten Start im letzten Jahr freuen wir uns auf die neuen Preisträgerinnen für den Erfinderinnenpreis 2018. Erneut lenkt er  den Blick auf weibliche Erfinder, die man in Deutschland leider immer noch mit der Lupe suchen muss.“ Dass Erfinderinnen wirklich mit der Lupe gesucht werden müssen, bestätigen viele Kenner der Branche. Und dass dies in Deutschland so ist, soll laut World Intellectual Property Organization (WIPO) an der Branchenverteilung liegen. Denn Deutschland ist zwar im Bereich der Industriepatente stark, aber gerade dort ist der Frauenanteil eher klein. Die gute Nachricht: laut der WIPO soll der Anteil von Frauen und Männern im Jahre 2080 einen Gleichstand erzielen.

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    Patente! Nein danke?

    Ein Plädoyer für die Akzeptanz angebotener Patente freier Erfinder durch Unternehmen.

    Angenommen einem Entscheidungsträger eines Unternehmens würde ein Angebot auf den Schreibtisch flattern, das ihm das alleinige Recht zum Verkauf eines bestimmten Produktes in ganz Deutschland gewährt. Sicher würde dieser sofort mit dem Anbieter in Kontakt treten und die Modalitäten klären.Anders reagieren aber Geschäftsführer, wenn Ihnen ein Patent eines freien Entwicklers angeboten wird. Die Unterlagen zur Bewertung des Patentes, das ein Monopolrecht zur Herstellung und zum Vertrieb eines bestimmten Erzeugnisses ebenfalls für ganz Deutschland darstellt, werden der Patentabteilung bzw. der Entwicklungsabteilung übergeben. Eine denkbar schlechte Entscheidung! Würden Sie sich zusätzliche Arbeit ohne persönlichen Nutzen für Sie auf den Tisch ziehen?...

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    Erfindermesse: Taiwan Innotech Expo 2018

    Auch in 2018 erhielt das INNOVATIONS-FORUM eine Einladung als Juror zur Innovationsmesse in Taipeh.
    So wie sich alle Messen ständig neu erfinden müssen, so findet die frühere “Taipei International Invention Show & Technomart” jetzt als “tie Taiwan Innotech Expo”statt. Am grundlegenden Konzept der Messe ist nicht viel verändert. Auffällig war jedoch die verstärkte Gliederung der Aussteller in Themenfelder. Inseln zu den Themen Landwirtschaft und Umwelt, Mobilität der Zukunft und Kommunikation nahmen einen großen Raum ein. In diesen Inseln bestimmten kleine Themenstände das Bild. Wie bei jedem meiner Besuche auf dieser Messe spielen Aussteller aus dem Land des Exportweltmeister kaum eine Rolle Bei den Themeninseln waren zweimal die deutschen Farben zu finden: der (zwischenzeitlich) weltgrößte Hersteller von Pflanzenschutzmittel und Saatgut sowie das Unternehmen wpd, das seit 2005 diverse Windkraft- und Solaranlagen in Taiwan errichtet hat. Auch auf dieser Messe zeigte sich also, dass in den Themenfeldern, die  mit Elektronik, Künstlicher Intelligenz, Elektromobilität die Unternehmen aus Deutschland international nicht präsent sind.
    Beim Rundgang über die Ausstellung fand der Besucher ein Schlagwort immer wieder: “Sustainability” - Nachhaltigkeit. Zu diesem Stichwort gehören Aspekte der Ressourcenschonung, der Wartungsfreundlichkeit von Produkten, der Energieeinsparung und der Wiederverwendbarkeit von Rohstoffen.

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    Welt im Umbruch : Erfindergeist und ethisch nachhaltige Innovationen

    Die von Donald Trump, dem Präsidenten der USA, begonnenen und sich weiter ausweitenden Handelskriege sind dabei die Welt des weitgehend freien Handels grundlegend zu verändern. Bisher bestehende stabile Wettbewerbsverhältnisse der vorhandenen Wirtschaftsräume - USA, Europa und Asien untereinander- werden durch national erhobene Zölle der USA auf Konsumgüter und Industrieprodukte und darauf resultierende Gegenmaßnahmen der Europäischen Union sowie der Volksrepublik China, destabilisiert. In dieser Welt des Umbruchs sind Erfindergeist und ethisch nachhaltige Innovationen die einzigen Garanten auf längere Sicht für eine lebenswerte Zukunft in Deutschland und Europa.
    Aufgrund der erhobenen Zölle muss die Fortschreibung bisheriger erfolgreicher Exporterfolge mit Konsum- und Industriegütern des europäischen Wirtschaftsraums in die anderen Wirtschaftsräume, besonders in die USA als Natopartner, in Zukunft in Frage gestellt werden, wobei die künftige Wettbewerbssituation zusätzlich noch durch einen verschärften internationalen Wettbewerb und den raschen technologischen Wandel erschwert wird, der wesentliche Kernbereiche, wie insbesondere die Automobilindustrie, die Energiewirtschaft, die Pharmazie, den Maschinenbau und die Robotik der europäischen Industrie umfasst. Im Klartext bedeutet dieses, dass Europa und insbesondere Deutschland als Exportnation nicht mehr mit der Höhe des bisherigen Exports seiner Konsumgüter und Industrieprodukte und damit den weltweit höchsten Exportanteil am Bruttosozialprodukt rechnen können. Dies lässt erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige Beschäftigungssituation und den Lebensstandard erahnen.

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    „Marketing Innovations“ zeigt Trends für 2019

    Neuer Themenbereich für Marketingprofis auf PSI, viscom und PromoTex Expo

    Was sind die „Marketing Innovations“ für das Jahr 2019? Das können Marketingprofis direkt zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres erfahren. Die Welt des Werbens und Verkaufens – bestehend aus den Fachmessen PSI, viscom und PromoTex Expo – wird zukunftsweisenden Marketinglösungen vom 8. bis 10. Januar in Düsseldorf einen eigenen Ausstellungsbereich widmen. Werbung am POS, Merchandising & Licensing sowie innovative Werbeartikel sind dabei die Schwerpunkte.
    Trends für die Kommunikation am POS
    Welche Innovationen gibt es für die Werbung am POS und POI?

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