Ausgabe 2018-4

    Titelthemen

    • Bericht vom 1. Kongress PROKreativität - Prof. Mehlhorn   
    • 60 Jahre Fischer Dübel - E. Kübel   
    • Erfinderförderung auf regionaler Ebene - P. Strunk   
    • Markenanmeldung und Risiken - E. Kübel

    Editorial

    • Editorial - E. Kübel   

    Making Innovation: Additive Fertigung

    • MTC2: 2. Munich Technology Conference - E. Kübel   
    • Industrielle AF – Heute schon bereit für die Serie? - Dr. L. Schröter   
    • Formnext - E. Kübel   

    Akteure im Innovationswesen

    • Zum 2. Mal den women&work Erfinderinnenpreis verliehen! - H. König   
    • IENA 2018: Neue Diplome beim Europäischen Erfinderverband - J. Bader   
    • 70 Jahre iENA - E. Kübel   
    • DIFI - Forum: "Zukünftige Entwicklungen im Innovationsmanagement"   
    • PSI 2019 - H. König   

    Nachrichten aus dem DEV e.V.

    • 70 Jahre iENA: Gratulation und Würdigung - J. Bader, W. Ruppert   
    • Mitgliederversammlung 2018 des DEV e.V. - E. Kübel   
    • DEV-Sektionstermine   
    • Erfinderförderung auf regionaler Ebene - P. Strunk   
    • iENA-Ehren-Award für MINT-Botschafter Winfried Sturm - W. Sturm   

    Making Innovation: Technologische Trends

    • Erfassung von Einkaufsdaten ohne persönliche Daten - D. Scheidegger   

    Making Innovation: Kreativitätstechniken

    • Bericht vom 1. Kongress PROKreativität - Prof. Mehlhorn   

    Making Innovation: RechtMarkenanmeldung und Risiken - E. Kübel   

    • 60 Jahre Fischer Dübel - E. Kübel   
    • RätselRätsel - mindDo, Detlev Charly Braun   

    Buchbesprechung

    • „Datenschutz- und Datennutzungsverträge “  - Dr. Flemming Moos   
    • „Beck'sches Formularbuch Zivil-, Wirtschaftsund Unternehmensrecht: Deutsch-Englisch “ - Ehmann / Selmayr    
    • „ Kommentar zum Urheberrechtsgesetz, Verwertungsgesellschaftengesetz, Kunsturhebergesetz “ - Thomas Dreier / Gernot Schulze   

    ... zu guter letzt

    • Cartoon - Peter Strunk   
    • Impressum

    Editorial - E. Kübel

    In der Zeit von Oktober bis Januar kümmern wir uns in der Redaktion besonders um unser Treibhaus der Ideen. Es ist eine der Möglichkeiten, “kleine” Erfindungen einem großen Kreis möglicher Interessenten zu präsentieren. Im Bericht über die PSI 2018 haben wir darauf hingewiesen, dass Ideen, zu denen kein Prototyp (oder zumindest ein Funktionsmuster) vorhanden ist, kaum eine Chance haben, im Messegeschehen wahrgenommen zu werden. Warum ist das so?
    Durch die Flut an Informationen, die tagtäglich auf uns einströmt, muss ein optischer Anreiz unsere Aufmerksamkeit gewinnen. Und da ist ein langer Text hinderlich. Unsere Augen im Zusammenspiel mit der Kombinationsfähigkeit unseres Gehirns können Großes leisten. Das wird uns regelmäßig vorgeführt mit verdrehten Texten. Unser Gehirn setzt einen falsch geschriebenen Text zu einem sinnvollen Text um.
    Diese Leistung beinhaltet natürlich auch Risiken: u.U. lesen wir das, was wir uns an Inhalt wünschen und nicht das, was tatsächlich geschrieben steht - übrigens auch eine Art von Erfindung: Unser Gehirn erfindet u.U. eine Information, die nicht dem Geschriebenen entspricht.
    Zurück zu den eigentlichen Erfindungen! Wenn Erfindungen ohne vorzeigbare anfassbare Realisierung kaum eine Chance haben, einen Verwertungsinteressenten zu finden, muss das Konsequenzen für die Strategie der Erfinder und Erfinderinnen haben. Wir müssen Wege finden, mit wenig Aufwand etwas Anfassbares/Haptisches zu bauen, was das Interesse des Besuchers weckt. Es ist eine Herausforderung für den Erfinder, nicht Ideen in großer Menge zu produzieren und zu dessen Schutz einen Großteil des verfügbaren Geldes zu investieren. Bei begrenzten Mitteln ist es wichtiger, sich auf EINE bzw. wenige Ideen zu beschränken und deren Erfolg durch den Bau eines Prototypen voran zu treiben - wenn die konsequente Prüfung der Erfolgschancen zu einem JA geführt hatte (auf die Notwendigkeit, eine Erfindung als Projekt zu behandeln, sind wir in früheren Ausgaben eingegangen).
    Dieses Vorantreiben heißt dann, die Erfindung an möglichst vielen Plätzen zu präsentieren. Dazu gehört dann die Präsentation im Treibhaus der Ideen auf der iENA und auf der PSI. Dies bietet Chancen, aber natürlich keine Erfolgsgarantie. Mein eigenes Veranstaltungskonzept heißt: 2 gute Kontakte aus 10 Veranstaltungen reichen - und da ich nicht weiß, auf welcher dieser Veranstaltungen ich diese Kontakte treffe, muss ich mich auf allen 10 Veranstaltungen präsentieren. Die Gesetze der Wahrscheinlichkeit können mir bei der Auswahl der Veranstaltungen helfen: Eine Medizinerfindung auf einer Fahrradmesse zu präsentieren bietet in der Regel wenig Erfolgsaussicht. Aber wenn dort derjenige vorbeikommt, für den diese Erfindung gerade die (vom Erfinder nicht erkannte) Lösung eines Fachproblems bietet - dann war der Auftritt auf dieser Messe der Beweis, dass auch 2% Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen kann.
    Also: nur wer wagt, der gewinnt. Gehen wir voran!

    • Eberhard Kübel

     

    MTC2: 2. Munich Technology Conference - E.Kübel

    1.000 Teilnehmer verzeichnet der Nachbericht zur MTC², der zweiten Auflage der Munich Technology Conference am 10. Und 11.10.2018, Im Kern wird die MTC veranstaltet von der Firma Oerlikon. Die Teilnehmerliste enthält ein illustres Spektrum von Teilnehmern aus dem In- und Ausland. Der erste Tag war der Information über viele Facetten der additiven Fertigung (im Folgenden: AM) gewidmet.Wohin entwickelt sich die additive Fertigung mit ihren Hauptbestandteilen Polymerverarbeitung und Verarbeitung von Metallpulvern und wo liegen die Probleme für eine breitere Anwendung?...

     

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    Zum zweiten Mal den women&work Erfinderinnenpreis verliehen! - H. Könif

    Dr. Thomas Zielke, Referatsleiter Technologietransfer im Bundeswirtschaftsministerium, eröffnete mit seiner Keynote die Preisverleihung am 1. November 2018: "Erfinderinnen haben bis heute unser Leben nachhaltig verändert. Wir können es uns nicht leisten, in Deutschland auf das Talent erfinderischer Frauen zu verzichten. Die diesjährigen Preisträgerinnen beweisen das, denn sie haben etablierten Technologien mittels Informationstechnologie zu neuen Anwendungen verholfen. Darum ist der women&work-Erfinderinnenpreis so wichtig, denn er legt den Fokus auf eine in Deutschland viel zu wenig beachtete Zielgruppe: Erfinderinnen. Daher freue ich mich, den 2. women&work-Erfinderinnenpreis mit vergeben zu können, denn wenn es diesen Preis nicht schon gäbe, so müsste er erfunden werden."
    Moderator Ulrich Walter führte gewohnt routiniert durch die Preisverleihung und die Talkrunde mit Dr. Zielke, Henning Könicke (Projektleiter iENA) und Melanie Vogel (Chefin der women&work). Wie sieht es aus mit Erfinderinnen im Land der Dichter, Denker und Erfinder? Wenn man die Zahlen nimmt, wird deutlich, dass das Thema „weibliche Erfinder“ auch weiterhin ein großes Thema bleiben wird - für die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Die „ungenutzten Potentiale zu heben“ und die Sichtbarkeit für Erfinderinnen und Entwicklerinnen deutlich zu erhöhen, bleibt daher auch weiterhin das Ziel des Erfinderinnenpreises!
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    Bericht vom 1. Kongress ProKreativität - Prof. J. Mehlhorn

    Sehr gut besetzt besetzt war das Auditorium der Hochschule Koblenz, als der führende deutsche Trendforscher Matthias Horx am 26.September 2018 um 9.30 Uhr das Mikrofon ergriff. Eine Flut an Bildern und an provokanten Aussagen zu den zahlreichen Umbrüchen ergoss sich und gipfelte in einem Werbeblock für das von ihm aktuell benutzte Auto der Marke TESLA. Den wenigsten Zuhörern dürfte weder die Herkunft dieses Namens geläufig sein noch die Lebensgeschichte des in Kroatien geborenen Nikola Tesla, der ein genialer Erfinder war und 280 Patente erhielt.
    Noch mehr Folien und eine noch höhere Sprechgeschwindigkeit brachte der Mit-Erfinder des Design-Prinzips cradle-to-cradle Prof. Michael Braungart in die Arena, der zahllose Beispiele von Verschwendung im Umgang mit Rohstoffen und Materialien präsentierte. Der promovierte Chemiker und Verfahrenstechniker hat dieses Konzept gemeinsam mit dem US-Architekten William McDonough um 2002 entwickelt und unter dem Titel Ökoeffektivität als Buchveröffentlicht. Im Kern geht es um eine gänzliche Vermeidung von Abfall durch ein konsequentes Denken in Kreisläufen, wobei die Natur als Vorbild und die Ameise als Beispiel dient.

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    Erfassung von Einkaufsdaten ohne persönliche Daten - Davide Scheidegger

    Data Loving - der Status Quo

    Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Daten im Zentrum unzähliger Geschäftsmodelle stehen. Je mehr Insights über Konsumenten, Patienten, Anleger, Bürger und Nutzer gesammelt werden können, desto wertvoller die Dienstleistung. Daten-Giganten, wie Facebook, Alibaba, Amazon, Google oder Microsoft sind bereits so stark in unserer Gesellschaft verankert, dass diese wichtiger sind als mancher Staatsapparat.
    Umso logischer erscheint es, dass auch junge Denker und Innovateure ihre neuesten Geschäftsmodelle auf diesem Credo begründen. Immer mehr Ideen finden ihren Ursprung in der digitalen Welt - eine App, ein online Shop, eine (SaaS) Plattform ist das nächste Deutsche Unicorn. Laut Deutschem Startup Monitor von KPMG verfolgen ca. 70% der befragten Jungunternehmen ein digitales Geschäftsmodell. Und diese Innovationen funktionieren meist nur, wenn der Nutzer alles über sich preisgibt. Ohne Anmeldung kommt man in keine App, ohne Cookies auf keine Homepage und ohne Ortungsdienst an keine Dienstleistung einer Plattform - der Kunde wird unweigerlich gläsern. Es scheint somit unumgänglich, Innovationen mit personenbezogenen Daten umzusetzen.

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    2018: 70 Jahre iENA - E. Kübel

    Die Erfindermesse iENA Nürnberg 2018 hat an vier Messetagen erneut ihren Stand als internationale Plattform des Erfinderwesens bewiesen. Die iENA fand erstmals in der neuen Messehalle 3C statt (Bild 1). Das neue Ambiente und die rund 800 Erfindungen begeisterten die 12.900 Messebesucher Hell und angenehm temperiert. Das war der erste Eindruck als Aussteller in der Halle 3C- und damit ein wohltuender Unterschied zum früheren Standort der Halle 12. Natürlich erforderte der neue Standort auch ein Orientieren: Wo ist die Messeleitung, wo gibt es Kaffee und Brötchen, wo finde ich das Wasser zum Hände waschen?Aber diese Probleme waren schnell geschafft und so konnte der Messebetrieb beginnen. Als Aussteller waren wieder da das Deutsche Patent- und Markenamt mit seinen “Satelliten” wie z.B. Patentinformationszentrum Nürnberg. Auch das Amt für Geistiges Eigentum der EU war mit Informationen zur Europäischen Marke und zum Gemeinschaftsgeschmacksmuster vertreten. Die Artur-Fischer-Stiftung zeigte ihre Preisträger, die Erfinder von Jugend forscht wurden vom VDI bei ihren Präsentationen unterstützt, die Thüringer Hochschulen zeigten wieder ein breites Spektrum von Erfindungen.

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    60 Jahre Fischer Dübel - E. Kübel

    Über einen Teil seiner Länge geschlitzter, zylinderförmiger Spreizdübel aus Kunststoff, dessen hinteres Ende eine Bohrung zum Einführen einer Befestigungsschraube od. dgl. aufweist und dessen vorderes Ende am Dübelumfang mit sägezahnförmigen Einschnitten versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (3) des Dübels (1) die Form einer vom vorderen Dübelende geführten Aufspaltung hat und daß parallel zur Schlitzebene die volle Dübelbreite erhalten bleibt, während senkrecht dazu die sägezahnartigen Einschnitte (4) eine fast bis zur Schlitzebene reichende Tiefe haben. (Abb. 1)

    Dieser Hauptanspruch des erteilten Patentes DE1097117, angemeldet am 7. November 1958  bildete eines der Standbeine der unternehmerischen Erfolge von Artur Fischer. Und es ist die Basis dessen, was die meisten Handwerker und Heimbastler heute unter dem Spreizdübel verstehen. Dabei heißt es im Text des Patentes selbst “Es sind bereits Spreizdübel mit sägezahnförmigen Einschnitten am Dübelumfang bekannt.”

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